Simulacra

Wir leben längst nicht mehr in einer Welt der Dinge – wir leben in einer Welt der Zeichen.

Baudrillard beschreibt mit seinem Begriff Simulacra, dass wir längst nicht mehr im Verhältnis von Original und Abbild leben. Früher gab es ein Ding, und dazu das Bild davon. Heute jedoch gibt es nur noch Bilder, Zeichen, Symbole, die sich gegenseitig spiegeln und verstärken. Das vermeintliche „Original“ verschwindet – es ist gar nicht mehr greifbar.

Wenn wir also sagen: „Wir leben in der Kopie der Kopie“, heißt das, dass wir Realität nicht mehr unmittelbar erfahren, sondern nur durch die Darstellungen, die uns vorgelegt werden. Werbung, Social Media, Politik, sogar Medizin: sie verkaufen Bilder, die wir für Realität halten.

Und genau das macht unser Leben oft unwirklich. Wenn das Original nicht mehr zu fassen ist, fühlt sich das Dasein selbst wie ein Traum an – glatt, perfekt, aber nicht wirklich spürbar. Doch was geschieht dann mit uns?